Die Chitauri Übernahme der Erde. Die Vorstellung, dass reptiloide Wesen seit Jahrtausenden die Menschheit kontrollieren, hat viele Gesichter. Eines davon ist die Erzählung von den Chitauri – einer uralten, gestaltwandelnden Spezies, die angeblich im Verborgenen die Fäden zieht. Doch woher stammt diese Geschichte, wer hat sie verbreitet, und welche unabhängigen Quellen gibt es neben den bekannten Namen?
1. Der Ursprung: Credo Mutwa und die afrikanische Überlieferung
Credo Vusamazulu Mutwa (1921–2020) war ein südafrikanischer Sangoma – ein traditioneller Heiler und Geschichtenerzähler. Er ist die ursprüngliche Quelle für die Chitauri-Erzählung.
- Der Name „Chitauri“ leitet sich nach Mutwa aus der Sprache der Shona ab und bedeutet „die Sprecher“ oder „die Wächter der großen Schlange“ .
- Laut Mutwa sind die Chitauri eine reptiloide Spezies, die seit Jahrtausenden auf der Erde lebt, zunächst offen herrschte und sich später in den Untergrund zurückzog, um von dort aus die Menschheit zu manipulieren .
- Mutwa verband die Chitauri mit konkreten Orten: der Großen Simbabwe, dem Drakensberg-Gebirge und uralten Goldminen in Südafrika und Simbabwe .
Mutwa selbst sah seine Erzählungen nicht als „Verschwörungstheorie“, sondern als Teil eines überlieferten Wissens über Macht, Unterdrückung und den Verlust indigener Souveränität .
2. Die Verbreitung: David Icke und die „Reptilien-Agenda“
Der britische Autor David Icke traf Mutwa in den 1990er-Jahren und machte dessen Chitauri-Überlieferungen international bekannt. Icke integrierte sie in sein eigenes Weltmodell, das von einer globalen Reptilien-Elite ausgeht, die die Menschheit durch Geheimgesellschaften, königliche Blutlinien und Finanzinstitutionen kontrolliert .
Gemeinsam veröffentlichten Icke und Mutwa Materialien wie The Reptilian Agenda, in dem die Chitauri als die eigentlichen Drahtzieher hinter den Kulissen der Weltpolitik dargestellt werden .
Icke ist damit der Popularisierer, nicht der Ursprung der Erzählung. Er hat Mutwas Überlieferungen aus ihrem ursprünglichen kulturellen Kontext gelöst und in ein globales Verschwörungsnarrativ eingebettet .
3. Unabhängige Quellen außerhalb von Mutwa und Icke
Neben Mutwa und Icke existieren weitere, eigenständige Erzählstränge, die von ähnlichen Szenarien berichten – ohne sich auf die Chitauri als Begriff zu beziehen.
a) Alex Collier – Kontakte mit den Andromedanern
Der US-Amerikaner Alex Collier trat ab den 1990er-Jahren als „Kontaktierer“ auf. Er behauptet, telepathischen und physischen Kontakt mit humanoiden Wesen aus dem Sternbild Andromeda zu haben.
Colliers zentrale These:
- Ein feindlicher Bund außerirdischer Rassen kontrolliert die Menschheit seit Äonen.
- Zu diesem Bund gehören reptiloide Wesen aus dem Alpha-Draconis-System, die Orion-Gruppe und die Grauen von Zeta Reticuli .
- Diese Wesen nutzen Kriege, Religionen und soziale Strukturen als Werkzeuge der Kontrolle .
- Quelle: Alex Collier – offizielle Seite
b) Phil Schneider und der Dulce-Base-Zwischenfall
Phil Schneider (1954–1996) gab vor, als Geologe und Sprengmeister für die US-Regierung gearbeitet zu haben. Seine zentrale Behauptung:
- In Dulce, New Mexico, existiert eine 2,5 Meilen tiefe unterirdische Basis (Dulce Underground Base) mit sieben Ebenen.
- 1979 kam es beim Bau eines Tunnels zu einer Schießerei mit außerirdischen Wesen(sogenannten „Large Greys“).
- 66 US-Mitarbeiter starben; Schneider überlebte, wurde aber schwer verletzt.
Schneider sprach auch von einem Greada-Vertrag (1954) , in dem die US-Regierung im Austausch für Technologie erlaubte, dass Aliens begrenzte Experimente an Menschen durchführen – ein Abkommen, das später gebrochen wurde .
Schneider wurde im Januar 1996 in seiner Wohnung mit einer Klaviersaite erdrosselt aufgefunden. Sein Tod gilt in Verschwörungskreisen als gezielte Eliminierung.
c) Das Serpo-Projekt
Das Serpo-Projekt ist ein angebliches Austauschprogramm zwischen der US-Regierung und Außerirdischen vom Planeten Serpo im Zeta-Reticuli-System.
- 2005 begann eine anonyme Quelle innerhalb der Defense Intelligence Agency (DIA), detaillierte Informationen auf Serpo.org zu veröffentlichen .
- Demnach stürzten 1947 bei Roswell zwei UFOs ab; ein Außerirdischer überlebte (genannt „EBE“ – Extraterrestrial Biological Entity).
- 1965 reisten 12 US-Militärangehörige zum Planeten Serpo; acht kehrten 1978 zurück, zwei starben, zwei blieben freiwillig dort .
Die Authentizität der Serpo-Leaks ist umstritten. Einige Forscher vermuten eine Desinformationskampagne, möglicherweise unter Beteiligung von Richard Doty (AFOSI), der bereits in den 1980ern mit gefälschten UFO-Dokumenten auffiel .
- Quelle: Serpo.org – Original-Leaks
4. Fazit
Die Chitauri-Erzählung hat ihren Ursprung bei Credo Mutwa, wurde durch David Icke international bekannt gemacht und später von Mark Millar für Marvel-Comics fiktionalisiert .
Unabhängig davon existieren parallele Erzählstränge (Collier, Dulce/Schneider, Serpo), die von ähnlichen Szenarien einer verdeckten außerirdischen oder unterirdischen Kontrolle berichten, ohne auf den Begriff „Chitauri“ zurückzugreifen.
Gemeinsam ist allen diesen Quellen: Sie entziehen sich einer wissenschaftlichen Überprüfung und leben von persönlichen Zeugnissen, anonymen Leaks und mündlichen Überlieferungen – was sie für die einen zu authentischen Enthüllungen, für die anderen zu modernen Mythen macht.
Weiterführende Links:
- Credo Mutwa – Biografie und Werke
- David Icke – Offizielle Seite
- Alex Collier – Vorträge und Kontakte
- Serpo.org – Dokumentation des Projekts
- Dulce Base – Zusammenfassung

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